der LK Geschichte auf den Spuren der kolonialen Geschichte in Köln".
Im Geschichtsunterricht des LK Geschichte unternahmen wir eine Stadtführung durch Lindenthal auf den Spuren der deutschen Kolonialgeschichte. Das Deutsche Kaiserreich (1871-1918) hatte ab 1884 zahlreiche Kolonien in Afrika, der Südsee und auch in China.
Unter der Führung der Historikerin und Afrikanistin Frau Prof. Dr. Marianne Bechhaus-Gerst gingen wir von der Universität zu Köln bis zum Melatenfriedhof, wo wir schließlich am Grab des Kölner "Kolonialhelden" Hermann von Wissmann unsere Tour beendeten. Auf unserem Weg haben wir uns mit Straßen auseinandergesetzt, die nach kolonialen Akteuren benannt worden sind, wie zum Beispiel die Fürst-Pückler-Straße, die Rautenstrauchstraße oder die Joeststraße. Frau Bechhaus-Gerst informierte uns an diesen Punkten über das Wirken dieser historischen Persönlichkeiten im Zusammenhang mit der deutschen Kolonialgeschichte. Diese Personen gelten heute als kontrovers, da sie durchaus mit Verbrechen und Vergehen in den deutschen Kolonien in Verbindung gebracht werden können. Folglich haben wir über die Umbenennung dieser Straßen diskutiert. Im sog. Afrika-Viertel in Ehrenfeld zum Beispiel sind bereits einige Straßen umbenannt worden. Auch die Robert-Koch-Straße auf dem Gelände der Medizinischen Fakultät der Universität in Lindenthal war Teil der Stadtführung. So erfuhren wir, dass seine medizinischen Experimente an der indigenen Bevölkerung in Afrika für ein Mittel gegen die Schlafkrankheit heute äußerst kontrovers beurteilt werden.
Der Ausflug hat uns das koloniale Erbe in Köln näher gebracht und uns über die kolonialen Spuren in Lindenthal und auch über Verbrechen während dieser Zeit informiert.