Eine Zeitreise ins römische Köln
Die Lateingruppen der Jahrgänge fünf und sechs besuchten am 3.7. die Interimsausstellung der Bestände des Römisch-Germanischen Museums im Belgischen Haus. Bei einer über einstündigen Führung bekamen wir Einblicke in die Geschichte des römischen Köln und staunten darüber, wievielGeschichte(n) auch der in einer Vitrine prominent platzierte Abfallhaufen aus Scherben, Metallhaken, Muschelschalen und Tierknochen aus dem römischen Rheinhafen erzählen kann.Ob eine riesige Transportamphore für Olivenöl, eine Grabinschrift mit einer Mahlszene (die wir mit unseren Lateinkenntnissen tatsächlich verstehen konnten!), ein prächtiges Fußbodenmosaik mit Tiermotiven, tönerne Theatermasken oder die digitale Rekonstruktion der Stadt –die Führung brachte die Objekte förmlich zum Sprechen und machte die Antike lebendig.
Die Schülerin Enni Berg berichtet: „Als erstes liefen wir durch eine kleine Empfangshalle mit verdeckten Augen an der Medusa vorbei, dann versammelten wir uns vor vor den Porträts des Kaisers Augustus und seiner Gemahlin Livia. Als nächstes haben wir uns Hafenmüll angeschaut, was sehrspannend war, weil man nicht gedacht hätte, dass die Römer früher schon so weit entwickelt waren und so nützliche Sachen hergestellt haben. Dann schauten wir uns einen Trog an, der aus einzelnen Bestandteilen wieder zusammengebaut war und und erfuhren, dass in dem Behälter früher Wein, Olivenöl, Fischsoße und Traubensaft gelagert wurde – auch Urin, was für einen Lacher sorgte“. Julius Hömberg meint: „Ich fand es sehr faszinierend im Belgischen Haus, dass alles, was vor mir stand, um die 2000 Jahre alt war und die Römer es schon benutzt hatten. Am tollsten fand ich die Schreibtafeln mit Bildern“.
Vielleicht hat der eine oder die andere jetzt Lust bekommen,dem Museum noch einen Besuch abzustatten, um weitere Schätze zu entdecken - oder sich gleich auf die Suche nach dem Theater zu machen, denn das gehörte zurStandardausstattung römischer Städte und wartet in Köln bis heute darauf, entdeckt zu werden!