APG-Theatergemeinde

Spielzeit 2004/05:
01.12.04 Nora Schauspiel von H. Ibsen Theater im Bauturm
13.01.05 Turandot Oper von Puccini Opernhaus
22.02.05 Kleine Eheverbrechen Schauspiel von E.-E. Schmitt Theater im Keller
03.03.05 Salomé Oper von R. Strauss Opernhaus
22.04.05 Die Unterrichtsstunde Schauspiel von E. Ionesco Horizont Theater
03.06.05 Die Räuber Schauspiel von F. Schiller Schauspielhaus
???? Tartuffe Schauspiel von Molière Schauspielhaus

Nora
Theater im Bauturm

AUTOR: Henrik Ibsen
REGIE: Axel Siefer
PREMIERE: 18. September 2004
ZUSATZ: Bühnenbild: Jan Bammes
mit: Annette Frier in der Titelrolle,

Frank Voß, Gabriele Quast, Oliver Matthiae, Gerhardt Haag
Ibsens Stück besitzt nach wie vor Aktuualität: Es wirft die Frage auf, wie unsere Liebesbeziehungen aufgebaut sind und was passiert, wenn ein Mensch erkennen muss, dass sein bisheriges, durchaus luxurös-bequemes und liebgewonnenes Leben im Grunde nicht den ureigenen inneren Wertmaßstäben entspricht..
In „Nora“ beleuchtet er die komplexe Beziehungsstruktur bürgerlicher Ehe und Familie, die nicht auf Liebe, Vertrauen und gegenseitiger Achtung basiert, sondern nichts weiter ist als ein zynisch und berechnend vereinbartes Abkommen, das dem Mann seine gesellschaftliche Stellung garantiert und die Frau zwar materiell absichert, aber abhängig sein lässt.

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Turandot
Opernhaus

AUTOR: Giacomo Puccini
REGIE: Günter Krämer / ML: Jun Märklz
PREMIERE: November 2004
ZUSATZ: Oper

Schon viele Männer, die vergebens um die Hand der Prinzessin Turandot warben, wurden geköpft, weil sie die Rätsel nicht lösen konnten, die sie ihnen aufgab. - Diese Geschichte aus einer persischen Märchensammlung wurde von Carlo Gozzi im 18. Jahrhundert mit Elementen der commedia-dell-arte bearbeitet, die 1902 wiederum von Friedrich Schiller umgeformt wurde; Carl Maria von Weber schrieb dazu eine Schauspielmusik, wie auch mehrere „Turandot“-Opern und -Singspiele im 19. Jahrhundert entstanden. Im 20. Jahrhundert schuf Ferruccio Busoni (1917) eine neuerliche Vertonung, die als einzige von Puccinis Version nicht vollends in die Vergessenheit gedrängt wurde..!


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Kleine Eheverbrechen
Theater im Keller

AUTOR: Eric-Emmanuel Schmitt
REGIE: N.N.
PREMIERE: Wiederaufnahme
ZUSATZ: Deutschsprachige Zweitaufführung

Der französische Erfolgs-Dramatiker Eric-Emmanuel Schmitt schreibt an einem neuen Stück, über das er keine Informationen weitergibt. Außer dem Titel läßt er nichts nach außen dringen - ein "Enigma" scheint sich um diese Arbeit zu ranken. Schmitt, 1960 in St. Foy Les Lyons geboren, studierte Musik in Lyons und Philosophie in Paris. Er gilt als einer der talentiertesten neuen französischen Theaterautoren. Am 'theater der keller' liefen die Schmitt-Stücke "Der Besucher" (mit Hans-Peter Minetti), "Der Freigeist" (ausgezeichnet mit dem KÖLNER THEATERPREIS 2000) und sein jüngstes, "Hotel zu den zwei Welten", insgesamt bereits über 300 Mal! Der 'keller' freut sich, demnächst auch sein aktuelles Stück präsentieren zu können. "Petites Crimes conjugaux" wird im Oktober 2003 in Paris uraufgeführt.


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Salome
Opernhaus

AUTOR: Richard Strauss
REGIE: Katharina Thalbach / ML: Markus Stenz
PREMIERE: September 04
ZUSATZ: Musikdrama in einem Aufzug


Salome tanzt für ihren Stiefvater Herodes; dafür verlangt sie von ihm den Kopf des Jochanaan, Johannes des Täufers.
Ein biblischer Stoff, in der Bildenden Kunst, der Literatur und Musik oft dargestellt, fand seine eindrücklichste Bühnengestalt durch das Theaterstück von Oscar Wilde (1891), nach dem Richard Strauss seine dritte Oper komponierte. Als Komponist von Sinfonischen Dichtungen hatte er bereits enormen Erfolg erlebt; 1895 war in Köln sein „Till Eulenspiegel“ uraufgeführt. Mit „Salome“ wurde er auch ein großer Opernkomponist
Regie führt Katharina Thalbach, eine der markantesten und vielseitigsten Persönlichkeiten des deutschen Theaters: Sie inszeniert nicht nur Schauspiele und Opern, sondern ist überdies eine in Theater und Film gleichermaßen geschätzte Darstellerin.


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Die Unterrichtsstunde
Horizont Theater

AUTOR: E. Ionesco
REGIE: N.N.
PREMIERE:
ZUSATZ: Schauspiel

Finster wars, der Mond schien helle
Zu Eugène Ionesco von Elfriede Jelineck
Nicht, als ob es nicht gesagt worden wäre, sondern: so, daß es wie nicht gesagt ist.


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Die Räuber
Schauspielhaus

AUTOR: Friedrich Schiller
REGIE: Dušan David Parizek
PREMIERE: 12. März 2005
ZUSATZ: Ein Schauspiel in fünf Akten


Franz Moor zweifelt an der Ordnung der Welt und folglich an der Verbindlichkeit von Familienwerten. Er will sich aus dem Schatten seines Bruders Karl befreien und nimmt dafür gerne die Zerstörung der Familie in Kauf. Karl Moor hat sich als Lebemann versucht und will nun reumütig zur Familie zurück. Doch Franz bringt den Vater dazu, Karl zu verstoßen. Daraufhin sammelt Karl eine Gruppe von Menschen um sich, die wie er die Anbindung an gesellschaftliche Konvention verloren haben. Allen voran entwickelt sich Spiegelberg schnell zum radikalen Denker, der die herrschende Ordnung zerstören will und durch Manipulation versucht, Anführer der Gruppe zu werden. Karls Konzepten für ein freies Leben stellt Spiegelberg brutale Aktionen entgegen, die Freiheitsgefühle durch Aggression gegen andere suggerieren sollen.


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Tartuffe
Schauspielhaus

AUTOR: Molière
REGIE: Albrecht Hirche
PREMIERE: 30. Oktober 2004
ZUSATZ: Komödie


Orgon hat den frommen Tartuffe in sein Haus geholt. Dort wird er vom Hausherrn fürstlich bewirtet und regelrecht vergöttert. Während die Familie den Gast schnell als scheinheiligen Schnorrer identifiziert und ihn möglichst rasch wieder loswerden möchte, plant Orgon, Tartuffe für immer an sein Haus zu binden und ihn mit seiner Tochter Mariane zu verheiraten. Doch Tartuffe will mehr. Unter anderem Orgons Ehefrau Elmire.
Bürgerliche Liberalität versus religiöser Fanatismus ist bedauerlicherweise wieder ein aktuelles Thema. Genau dann, wenn die Freiheit am größten ist, wird die Last der Eigenverantwortung am drückendsten empfunden. Dies fördert die Sehnsucht nach einfachen Wahrheiten, das Bedürfnis nach Selbstaufgabe. Gute Zeiten für religiöse Heuchler.


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Informationen und Texte : ©Theatergemeinde Köln

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